Kameradschaftsabend 2012

Kameradschaftsabend 2012

Hahnbach. (ibj) Viel Lob und Anerkennung gab es für die Aktiven beim traditionellen Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Hahnbach. Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und einem deftigen Abendessen sparte Vorsitzender Rudi Siegert aber auch nicht mit Komplimenten an die Ehefrauen für ihre Akzeptanz des Feuerwehrdienstes und die vielfältige Unterstützung bei den Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Kommandant Walter Trösch sprach trotz großer Trockenheit und höchster Waldbrandgefahr von einem sehr ruhigen ersten Halbjahr. Jedoch waren im September und Oktober bei den Einsätzen einige tödliche verlaufene Unfälle zu bewältigen. Im Hinblick auf Leistungsprüfungen war nach dem starken Jahr 2011 heuer nichts zu berichten. Dennoch haben aber zwei Löschgruppen beim Leistungswettbewerb „Oberpfalz-Cup“ in Ursensollen und anschließend die „jüngere“ Truppe mit Benedikt Bauer, Philipp Gebert, Stefan Gericke, Michael Hofmann, Michael Iberer, Dominik Preuß, Sebastian Schötz, Rudi Siegert, Christof Trösch und Michael Wiesnet beim Landeswettbewerb in Braunau teilgenommen. Beachtenswert sei, dass bei der „Seniorengruppe“ mit Franz Iberer, Franz Krusch, Josef Kustner, Lorenz Meier, Reinhard Neißwirth, Stefan Pöhlmann, Josef Rauch, Herbert Straubinger, Josef Straubinger und Josef Winkler das Durchschnittsalter bei knapp sechzig Lebensjahren lag. Ihr Gruppenführer, Ehrenkreisbrandrat Franz Iberer, stellte besonders das Durchhaltevermögen bei den harten Übungen heraus, so dass unter 19 Gruppen mit dem 5. Platz ein beeindruckendes Ergebnis erreicht werden konnte.
In der überörtlichen Aus- und Fortbildung berichtete Trösch, dass Sprechfunk,- Atemschutz- und Maschinistenlehrgänge sowie ein Motorsägenkurs und Fahrsicherheitstraining absolviert wurden. Für die notwendige Beschaffung eines Einsatzfahrzeuges waren die Führungskräfte bei Werksvorführungen in Lauf und Linz. Auf der weiteren „Wunschliste“ stehe eine Wärmebildkamera. Die Fortsetzung der harmonischen Zusammenarbeit mit den Gemeindewehren, der Führungsmannschaft und aller Einsatzkräfte sei ein weiterer Wunsch.
Für 10-jährigen aktiven Feuerwehrdienst ehrte er Dominik Preuß und Philipp Gebert, für 20-jährigen Stefan Pöhlmann.
Kreisbrandmeister Christof Strobl appellierte an die Anwesenden den Übungsbetrieb nicht zu vernachlässigen. Die immer zunehmende Vielfalt der Anforderungen bei den Einsätzen mache eine qualifizierte Ausbildung unabdingbar. Für die bevorstehende Neubesetzung der Führungspositionen warb er um geeignete Nachfolger und den Rückhalt der Aktiven.
Pfarrer Thomas Eckert dankte für die geleisteten Dienste bei den Veranstaltungen der Pfarrgemeinde. Gerade bei Unfällen mit tödlichem Ausgang sei der ehrenamtliche Dienst oftmals schwierig zu bestehen.
Für den Hahnbacher Kulturausschuss bedankte sich Gerhard Preuß als Vertreter der Rettungsdienste für die Sicherheitsleistungen bei den Großveranstaltungen in der Marktgemeinde.
2. Bürgermeister Norbert Bösl dankte namens der Marktgemeinde für den uneigennützlichen Einsatz zur Sicherheit der Bürger. Besonders stellte er dabei das Einvernehmen aller Gemeindefeuerwehren bei der alljährlichen Bedarfsbesprechung heraus.

Bild 1: Für 10- und 20-jährige Dienstzeit wurden Dominik Preuß, Philipp Gebert und Stefan Pöhlmann (3. bis 5. von links) geehrt.

Bild 2: Die jüngeren Teilnehmer am Oberpfalz-Cup 2012 und beim Landeswettbewerb mit Vorsitzenden Rudi Siegert (links), 2. Kommandant Günter Berger und Kommandant Walter Trösch (von rechts).

Bild 3: Die „Seniorengruppe“ beim Oberpfalz-Cup 2012 mit Gruppenführer und Ehrenkreisbrandrat Franz Iberer (6. von links) und Kommandant Walter Trösch (rechts).

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50. Landesbewerb Oberösterreich

50. Landesbewerb Oberösterreich

Die Feuerwehr Hahnbach wird international

Ein Spektakel der besonderen Art fand am 06. – 07.07.2012 im oberösterreichischen Braunau statt. Hier wurde in diesen Tagen der 50. Landesbewerb und der 37. Landesjugendleistungsbewerb abgehalten.

Aufgrund des Jubiläums, dass sich die Abhaltung dieses Wettkampfes zum 50. Mal jährte, wurden die Feuerwehren der Stadt Braunau vor eine große Aufgabe gestellt. Eine Rekordteilnehmerzahl von insgesamt mehr als 2.700 Löschgruppen (zu je 9 Mann), davon 1.100 Jugendgruppen, bedeutete einen Ansturm von rund 25.000 Feuerwehrmänner und –Frauen, die sich im fairen Wettstreit miteinander messen wollten.

Stolz darf die Feuerwehr Hahnbach sein, dass sie ebenfalls mit einer Mannschaft an diesem Bewerb teilgenommen hat.

 

Eine intensive Ausbildung und wochenlanges Training hat sich letztendlich bezahlt gemacht. Neben dem Jubiläumsabzeichen durften die Mitglieder der Wehr auch das heißersehnte Leistungsabzeichen der österreichischen Feuerwehren in Bronze in Empfang nehmen. Nach einem fehlerlosen Löschaufbau kam der kurze Schock. Beim Staffellauf durfte die Gruppe nicht in ihrer gewohnten Aufstellung antreten sondern musste gemäß ihrer Funktion im Löschaufbau an den Start gehen. Diese Anspannung viel aber von allen Läufern ab als das Startsignal erfolgte. Trotz einiger Unklarheiten auf welcher Bahn zu laufen war, wurde dennoch eine passable Zeit erzielt, was das Bestehen des Abzeichens bedeutete. Insgesamt durfte sich über Platz 17 der Gästewertung (hier sind auch alle österreichischen Gruppen der Nachbarbundesländer mitinbegriffen), Platz 5 der deutschen Mannschaften und Platz 2 der oberpfälzer Mannschaften gefreut werden.

Begleitet wurde die Mannschaft neben dem gruppeneigenen Fotografen, Dominik Preuß, von ihrer Cheerleaderin, Laura Küfner, und dem Mannschaftschauffeur und zweiten Vorstand der FF Süß, Josef Bauer. Auch der Ehrenkreisbrandrat des Landkreises Amberg-Sulzbach und Ehrenkommandant der FF Hahnbach, Franz Iberer, ließ es sich nicht nehmen der Mannschaft moralisch beizustehen.

 

Einen besonderen Leckerbissen der Veranstaltung bildete der so genannte Parallelstart. Hier traten in insgesamt sechs Durchgängen, jeweils 20 der besten Mannschaften des Landes gegeneinander an. Hier kam es dann schließlich zur Sensation. Die Gruppe der FF St. Martin im Mühlkreis knackte mit einem fehlerfreien Aufbau und einer Zeit von 29,01 Sekunden den bis dahin ungeschlagenen Weltrekord.

Nach einer atemberaubenden Schlussveranstaltung, bei der sämtliche teilnehmenden Gruppen sich am Wettkampfgelände versammelten durften endlich die begehrten Abzeichen in Händen gehalten werden. Trotz der weiten Anreise waren sich alle Teilnehmer einig, dass es sich ablohnt gelohnt hat und es sich hierbei um ein Ereignis handelt, das wohl allen für immer im Gedächtnis bleiben wird.

 

An dieser Stelle sei auch Herrn Karl Diepold (FF Amberg) und Herrn Florian Bauchinger (FF Karmensölden) für die Unterstützung gedankt.

 

Die Abzeichen gingen an:

Hahnbach 1 unter der Leitung des GF Michael Iberer, Stefan Gericke, Verena Rußwurm, Benedikt Bauer, Sebastian Schötz, Philipp Gebert, Michael Wiesnet, Michael Hofmann und Christof Trösch.

Bezirk Gesamt Zeit Löschangriff Fehler Löschangriff Zeit Staffellauf Fehler Staffellaugf
Gesamtsieger:
 St. Martin im Mühlkreis  Rohr 421,90 29,01 0 49,09 0
 Deutschlandwertung:
 1. Johannesberg 411,17 34,81 0 54,02 0
10, Breitenberg DE 385,36 39,76 20 54,88 0
17. Hahnbach DE 369,30 63,09 0 67,61 0
18. München Stadt DE 366,13 69,42 0 64,45 0
19. AM-Karmensölden DE 365,18 62,53 10 62,29 0
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Atemschutz – Leistungsabzeichen 2012

Atemschutz – Leistungsabzeichen 2012

Wo andere raus rennen, rennen wir rein – oder – Männer die durchs Feuer gehen

Atemschutzleistungsabzeichen 2012, Vohenstrauß

Das Feuerwehrleistungsabzeichen für Atemschutzgeräteträger ist einzigartig in der Oberpfalz. In keinem anderen Regierungsbezirk ist derzeitig möglich dieses Abzeichen zu erwerben. Vorbild hierfür war ein ähnlicher Wettbewerb in Österreich und soll dazu dienen das sichere Arbeiten der Atemschutzgeräteträger weiter zu schulen und ständig auf dem Laufenden zu halten. Das Abzeichen kann in den Stufen Bronze bis Gold im Zweijahresrhythmus abgelegt werden. Hierfür treffen sich Atemschutzgeräteträger aus der ganzen Oberpfalz, aber auch darüber hinaus, an einem Wochenende zentral an einem Ort um sich den verschiedenen Aufgaben zu stellen.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung in Vohenstrauß, Landkreis Tirschenreuth statt. Am 23. + 24.03.2012 machten sich, wie schon wie vor zwei Jahren, auch Geräteträger der Feuerwehr Hahnbach auf den Weg. Im diesem Jahr stellten sich 4 Trupps, bestehend aus je zwei Geräteträgern dieser besonderen Herausforderung.

Um das Abzeichen an der Uniform tragen zu dürfen, müssen fünf Stationen erfolgreich absolviert werden. Hierfür waren im Vorfeld etliche Übungsstunden notwendig. Unter der Leitung von Michael Iberer und mit eiserner Disziplin bereiteten sich die 8 Kameraden auf die verschiedenen Übungsschwerpunkte vor. In Vohenstrauß mussten sie schließlich unter den strengen Augen der Schiedsrichter zeigen dass sie ihr Handwerk beherrschen.

 

  1. Station: Richtiges Anlegen des Atemschutzes auf Zeit

Bei dieser Station müssen die Teilnehmer, wie vor einem Echteinsatz, die für den Atemschutz erforderliche Schutzausrüstung ordnungsgemäß anlegen. Dies reicht vom Aufnehmen des Tragegestells samt Pressluftflasche, der Einsatzkurzprüfung durch den Atemschutzgeräteträger bis zum richtigen Anlegen der Atemmaske und der Flammschutzhaube. Besonderes Augenmerk wird hier auch auf die gegenseitige Kontrolle der beiden Kameraden geachtet. Im Ernstfall ist eine gute Zusammenarbeit, Rücksicht aufeinander, Hilfe und gegenseitiges Vertrauen unerlässlich. Im Ernstfall bietet nur die richtig angelegte Ausrüstung und die perfekte Handhabung dieser Schutz vor Verbrennungen oder dem Ersticken.

Um ein sicheres Vorgehen des Trupps zu gewährleisten hat in den vergangenen Jahren die Atemschutzüberwachung immer mehr an Bedeutung gewonnen. Um auch dies zu üben und auch die Kommunikation im Einsatz nach draußen sicherzustellen muss bei der Leistungsprüfung der zugewiesenen Funkkanal eingestellt und Kontakt mit der Einsatzleitstelle mittels Funk aufgenommen werden.

Jeder noch so kleine Fehler wird zur Sicherheit der Einsatzkräfte dabei von den Schiedsrichtern moniert.

 

  1. Station: Personenrettung

Nachdem die Ausrüstung angelegt wurde muss bei der zweiten Station eine vermisste Person aus dem Kellergeschoss über die Treppe gerettet werden. Hier ist als Schadenszenario das Austreten von Kohlendioxid angenommen.

Mit Rettungstuch, Handscheinwerfer und Sicherungsleine geht der Suchtrupp unter Atemschutz über das Treppenhaus hinunter in den Keller. Dort muss die vermisste Person möglichst schnell gefunden und fachgerecht an die frische Luft getragen werden. Auch hier ist ständiger Kontakt mit der Einsatzleitung über Funk zu halten.

Die Schwerpunkte dieser Übung liegen zum einen auf der Eigensicherung mittels Leine, und zum anderen auf der schonenden Rettung des Patienten. Die gerettete Person wird an einem sicheren Ort in die stabile Seitenlage gebracht und somit dem Rettungsdienst übergeben.

 

  1. Station: Innenangriff

Bei der dritten Station wird ein Brand in einem mehrstöckigen Haus simuliert. Hierbei muss der Atemschutztrupp mit Strahlrohr und einer selbstverlegten Löschwasserleitung in das 2. Obergeschoss vordringen und den dort angenommenen Zimmerbrand löschen.

Den Schwerpunkt bei dieser Übung bildet das richtige Öffnen von Türen, sowie das fachgerechte Verlegen der Schlauchleitung im Treppenraum.

 

  1. Station: Ablegen und Flaschenwechsel

Bei der vierten Station darf nach 45 Minuten endlich die 15 kg schwere Gerätschaft und vor allem die Atemmaske abgenommen werden. Anschließend ist ein Flaschenwechsel mit Geräteüberprüfung durchzuführen. Während dieser Zeit werden die Geräteträge von den Schiedsrichtern mit Fragen zur Technik des Atemschutzgerätes gelöchert um auch das technische Verständnis zu prüfen.

 

  1. Station: Fragebogen mit 20 Fragen zum Thema Atemschutz ausfüllen

Der theoretische Teil umfasst einen Fragebogen mit 20 Fragen, der von jedem der beiden Truppmitglieder richtig beantworten werden muss. Diese Fragen befassen sich neben der Gerätetechnik auch mit Einsatztaktik und anatomischen Grundkenntnissen.

 

Nach erfolgreich absolvierter Prüfung erhielten alle acht Kameraden das heiß ersehnte Abzeichen und eine Urkunde. Abgelegt wurde das Abzeichen in der Stufe Bronze von: Benedikt Bauer, Sebastian Schötz, Florian Kellner und Stefan Gericke. Der Stufe Silber stellten sich: Philipp Gebert, Michael Wiesnet, Markus Weiß und Michael Iberer

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Jugendraum

Jugendraum

Klein aber fein – neuer Jugendraum in der FF Hahnbach

Als Mitte der 70er Jahre das Feuerwehrgerätehaus in Hahnbach neu gebaut wurde war nicht daran zu denken einen gesonderten Jugendraum vorzusehen. Damals musste aus Platzgründen die Feuerwehr vom 1.OG, wie es in der Planung ursprünglich vorgesehen war, in das Untergeschoss des Hauses ausweichen, weil der Bereich des 1.OG für die Unterbringung einer Arztpraxis benötigt wurde.

Schon vor 15 Jahren wurden erste Stimmen laut, die einen separaten Jugendraum forderten. Behelfsmäßig wurde damals die bestehende Duschenanlage demontiert und im Flur eine Dartscheibe angebracht. Eine Dauerlösung konnte dieser Zustand jedoch nicht darstellen, aber wie heißt es so schön „nichts hält länger als ein Provisorium“.

Bereits im Zuge der Energetischen Sanierung musste eine Wand dem zukünftig möglichen Jugendraum weichen, ein Stahlträger wurde eingezogen und ein neuer Estrichboden verlegt. Nach wie vor prägten jedoch die weiß gekachelten Wände das Erscheinungsbild des Raumes. Im April dieses Jahres war es nun endlich soweit. Unter der Leitung von Michael Iberer und der beiden Jugendwarte Stefan Gericke und Philipp Gebert, wurde der Entwurf in die Tat umgesetzt. Mehr als 300 Arbeitsstunden und ca. 1.000 € für Material waren nötig um das Großprojekt „Jugendraum“ binnen nur eines Monats fast vollständig abzuschließen. Hierzu ist anzumerken, dass ohne die tatkräftige Unterstützung des Gerätewartes Manfred Wismeth dieses Unterfangen wohl nie realisiert hätte werden können.

Um den Jugendlichen einen Rückzugsort bieten zu können musste zunächst eine zusätzliche Trennwand in Holzständerbauweise eingebracht werden, da sonst der Weg der übrigen Kameraden auf die Toilette immer durch den Jugendraum geführt hätte. Des Weiteren mussten die Wandfliesen verschwinden, welche nach wie vor den Eindruck eines Waschraums vermittelten. Diese wurden durch eine Gipskarton-Aufdoppelung verkleidet.

Heute besticht der 13 m² große Raum durch seine geradlinige Schlichtheit und Zurückhaltung. Die Wände sind weiß getüncht, einzigen Blickfang stellt eine rot gestrichene Wand dar, in deren Nische das Bild unseres kürzlich tragisch verunglückten Kameraden und langjährigen Jugendsprechers Timo Heinl einen würdigen Rahmen gefunden hat. Hierdurch soll das Andenken an Timo gewahrt und gewürdigt werden. Neben einer in die Wand integrierten Sitzfläche, die gleichzeitig den bestehenden Heizkörper kaschiert sind Sitzsäcke und der altehrwürdige Kickerkasten die einzigen Einrichtungsgegenstände. Vier an die Decke montierte LED-Scheinwerfer vermitteln den Eindruck eines Stadions. Krasses Gegenspiel hierzu bildet das weiche Licht von insgesamt sieben Wandspots. Als Bodenbelag wurde ein schlichter, grauer Nadelvliesboden gewählt, der in Form von Teppichfliesen verlegt wurde. Dies ermöglicht zukünftige Fehlstellen leichter ausbessern zu können. Ingesamt wurden 150 Schrauben in Wand und Decke versenkt, 50 lfm Kantholz in Ständerwänden verbaut, 80 lfm als Unterkonstruktion der 40 m² Gipskartonverkleidung, 20 m² OSB-Platten, 13,5 m² Boden sowie 25 lfm Randleisten wurden verlegt und unzählige Meter Kabel sorgen Licht.

Der Umbau war jedoch auch nicht problemlos zu bewältigen. Bereits am zweiten Arbeitstag segnete die Schlagbohrmaschine ihr Zeitliches. Neben zahllosen kleinerer Blessuren der Arbeiter sorgte ein Wasserschaden für Entsetzen. Die inzwischen 40 Jahre alten Heizleitungen hielten den Erschütterungen nicht Stand und rissen während der Umbaumaßnahme in der Decke ab und setzten hierdurch den gesamten Raum unter Wasser. Im ersten Augenblick schien der geplante Fertigstellungstermin nicht einzuhalten. Der Schaden erwies sich jedoch nicht so gravierend wie ursprünglich angenommen.

Wir wünschen den Jugendlichen viel Spaß mit ihrem neuen Jugendraum.

Neben dem bereits genannten „Meister der Kabel“ Manfred Wismeth sei auch den Helfern Dominik Preuß, Stefan Weber, Oliver Heinl, Lorenz Meier und 2. Jugendwart Christof Trösch gedankt. Sollte jemand vergessen worden sein, so sei auch ihm gedankt.

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Ernennung zum Ehrenkommandant

Ernennung zum Ehrenkommandant

Hahnbach. (ibj) Eine großartige Anerkennung konnte Ehrenkreisbrandrat Franz Iberer von der Freiwilligen Feuerwehr Hahnbach entgegen nehmen. Durch einstimmigen Beschluss in der Jahreshauptversammlung wurde er aufgrund seiner Verdienste um den Verein, insbesondere aber um die aktive Wehr zum Ehrenkommandant der FFW Hahnbach ernannt. Somit wurde ihm beim Aktionstag anlässlich der Fahrzeugsegnung in Anwesenheit vieler Honorationen und Gäste die Ernennungsurkunde und als amüsante Dreingabe das Feuerwehrmaskottchen „Korbinian Schlaucherl“ durch den Vorsitzenden Rudi Siegert überreicht. In seiner Laudatio würdigte er ihn als großes Vorbild für viele Feuerwehrleute, aus dessen umfassenden Fachkenntnissen die FFW Hahnbach vielfältig profitierte. Iberer selbst, bezeichnete diese Auszeichnung als große persönliche Ehre nach fast 45-jähriger Mitgliedschaft, in der er kürzlich noch mit einer Mannschaft als Gruppenführer beim Oberpfalzcup der Feuerwehren erfolgreich teilnehmen konnte.

Schon sehr früh wurden in Hahnbach seine Fähigkeiten als Führungskraft erkannt. Nach der Absolvierung verschiedener Lehrgänge wurde er 1978 zum 2. Kommandant und 1985 zum 1. Kommandant gewählt. Infolge seiner Wahl zum Kreisbrandrat konnte er diese Position nicht mehr ausführen, so dass er am 30. März 1989 von der Führung der Hahnbacher Wehr zurücktrat. Trotzdem blieb er seiner Heimatwehr immer verbunden. Hier wurden immer mit Interesse und Stolz seine Auszeichnungen um seine Verdienste während seiner 22-jährigen Zeit als Kreisbrandrat registriert, in der nun der Titel des Ehrenkommandanten als weiterer Mosaikstein einer beispiellosen Feuerwehrkarriere gesehen werden darf.

Zum Bild: (Von links) Kommandant Walter Trösch und 2. Vorsitzender Wolfgang Gebert sowie (von rechts) 2. Kommandant Günter Berger, Vorsitzender Rudi Siegert und Kreisbrandrat Fredi Weiß gratulierten dem Ehrenkommandanten zu seiner Ernennung.

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Tag der Feuerwehr 2012

Tag der Feuerwehr 2012

Hahnbach. (ibj) Gleich doppelten Grund gab es für die Freiwillige Feuerwehr Hahnbach für ein Fest. Zum Gedenken an ihren Schutzpatron zog sie mit den Feuerwehren der Gemeinde, den Nachbarwehren Atzmannsricht, Gebenbach und Rosenberg sowie Hirschau als Patenverein, mit den Führungskräften des Landkreises und vielen Ehrengästen unter der musikalischen Anführung der Hahnbacher Marktbläser zur Pfarrkirche St. Jakobus, um dort das Floriansamt zu feiern.

In der Predigt begründete Pfarrer Thomas Eckert die Notwendigkeit der Feuerwehr damit, weil es in der Welt zerstörerische und unheilbringende Kräfte gibt – und Menschen, die sich damit nicht abfinden. Als einen wichtigen Grundsatz stellte er: „Selbstschutz geht vor Fremdschutz“ voraus. Feuerwehrleute seien Experten für Selbstschutz. Dafür gäben die Technik zusammen mit der persönlichen Schutzausrüstung und den Dienstvorschriften eine große Hilfestellung. Aber auch im Vergleich zum christlichen Leben gelte es, sich vor Gefahren und bösartigen Keimen zu schützen. Hierfür könne die Heilige Schrift als Betriebsanleitung in der etwa freien Übersetzung: „Bleibt einsatzbereit und vertraut auf Gott“ verstanden werden.

Zum zweiten Teil des Festtages begab sich der Festzug zum Feuerwehrgerätehaus, um dort dem neuen Einsatzleitwagen, sowie dem neuen Rettungssatz den kirchlichen Segen zu geben und in den Dienst zu stellen. Kommandant Walter Trösch freute sich über die große Anzahl von Feuerwehrkameraden und Ehrengästen.

Landrat Richard Reisinger bezeichnete den Anlass als freudigen Tag für den Landkreis und für die Gemeinde, nachdem dieses Fahrzeug vom Landkreis finanziert und mit der Marktgemeinde Hahnbach ein Nutzungsvertrag geschlossen wurde. Sein Mitarbeiter, Christian Luber vom Sachgebiet Katastrophenwesen, erklärte, dass das Fahrzeug aus Mitteln des Katastrophenschutzes beschafft und der Standort Hahnbach sehr bewusst gewählt wurde. Damit sei für das Rettungswesen im Landkreis eine Lücke geschlossen worden.

Für Kreisbrandrat Fredi Weiß sei die Fahrzeug- und Gerätesegnung nicht nur eine lieb gewordene Tradition. Gemäß dem Feuerwehrleitspruch gehöre die Hilfe am Nächsten und die Ehre zu Gott zusammen und soll auch mit der kirchlichen Segnung zum Ausdruck kommen. Dabei gelte seine Hochachtung allen, die sich im Dienst am Nächsten einbringen. Er dankte dem Landrat für die Beschaffung des Fahrzeugs und bezeichnete es als eine wichtige Hilfestellung für die Unterstützungsgruppe-Örtliche Einsatzleitung.

Bürgermeister Hans Kummert gratulierte den Hahnbacher Kameraden für die Übereignung des Fahrzeuges. Damit gewinne die FFW Hahnbach weiter in ihrem Stellenwert als Stützpunktwehr. Den Nutzungsvertrag mit dem Landkreis betrachte er als Ehre und Verpflichtung für die Verantwortung des neuen Fahrzeuges. Allen Feuerwehrleuten empfahl er für ihren oftmals schwierigen Dienst: „Schwierigkeiten können nur gemeistert werden, wenn sie angepackt werden.“

Mit einem gemeinsamen Frühschoppen zur Musik der Hahnbacher Marktbläser wurde der Festakt abgerundet.

Ganz im Zeichen von Fahrzeugvorführungen, Geräteschau, und Einsatzdemonstrationen stand der Nachmittag als „Tag der offenen Tür“. So waren in der Herbert-Falk-Straße die Hahnbacher Einsatzfahrzeuge, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16) der FFW Königstein, ein Staffellöschgruppenfahrzeug STLF 10/16 der FFW Ursensollen, ein Vorausrüstwagen (VRW) der FFW Ensdorf, ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der FFW Lintach, ein Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40) der FFW Rosenberg und der Rüstwagen (RW) der FFW Suzbach-Rosenberg zur Besichtigung und Erklärung der Einsatzmöglichkeiten für die zahlreichen Besucher aufgestellt. Als große Attraktion nutzten viele Gäste die Drehleiter der FFW Sulzbach-Rosenberg, um in ca. 30 Meter Höhe einen Rundblick und einer einmaligen Sicht in das Storchennest mit drei Jungstörchen zu genießen. Bei der Verkehrswacht Amberg konnte man sich an einem Reaktionstestgerät ausprobieren, sowie mit einer sog. Rauschbrille sein Verhalten unter Alkoholeinfluss simuliert nachvollziehen. In einer kurzen Schauübung wurde eine Menschenrettung aus höheren Stockwerken gezeigt. Große Aufmerksamkeit erweckte die Vorführung der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des neuen Rettungssatzes. Dabei wurde in einer realitätsbezogenen Situation die Bergung einer eingeklemmten Person aus einem PKW sehr anschaulich dargelegt und erklärt.

Das in den Dienst gestellte Fahrzeug wird als „Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)“ bezeichnet und dient als Ergänzungsfahrzeug für die Unterstützungsgruppe-Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL).  Es handelt sich um den Fahrzeugtyp „Volkswagen – T5 – Caravele“ und bietet für eine 9-köpfige Mannschaft Platz. Zur gegenseitigen Verständigung ist es mit dem Feuerwehrfunk, Rufnahme: Kater AS 11/1, ausgestattet. Als Einrichtung des Katastrophenschutzes für den Landkreis Amberg-Sulzbach ist es bei der FFW Hahnbach stationiert und kann bei Bedarf mit eingesetzt werden.

Der hydraulische Rettungssatz besteht aus einem Rettungsspreizer (SP 40) mit einer Spreizkraft bis zu 40 Tonnen. Die Rettungsschere (RS 70) hat eine Schneidkraft bis zu 70 Tonnen. Damit können auch Fahrzeuge mit Seitenaufprallschutz und moderner Karosserietechnik bearbeitet werden. Drei Hydraulikkzylinder mit unterschiedlichen Einsatzlängen dienen zum Auseinanderdrücken von Fahrzeugteilen. Alle Geräte werden über ein Pumpenaggregat betrieben und kommen hauptsächlich bei Verkehrsunfällen zum Einsatz. Aufgrund der sich weiter erneuernden und stabileren Fahrzeugtechniken, wurde es notwendig, die vorhandenen Rettungsgeräte aus den 80er Jahren durch leistungsstärkere zu ersetzen.

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Jahreshauptversammlung 2012

Jahreshauptversammlung 2012

Hahnbach. (ibj) Von einem durchaus ruhigen Vereinsjahr berichteten die Vorstandsmitglieder und Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Hahnbach bei der Jahreshauptversammlung. Unter den 243 Mitgliedern sind 24 Frauen und 65 Aktive.
Zweiter Vorsitzender Wolfgang Gebert zählte detailliert die Aktivitäten des Vereins auf. Neben den jahresüblichen Veranstaltungen erwähnte er das Atemschutzfest, das Florianiamt, die Beteiligung am Kinderferienprogramm mit Fahrdienst und das Kaffeekränzchen für die Frauen der Aktiven. Besonders stellte er den Tagesausflug zum Frankfurter Flughafen mit Besichtigung der dortigen Feuerwache heraus.
Für die Vereinskasse wurde von positiven Zahlen berichtet. Das vergangene Jubiläumsfest zusammen mit dem Sportverein konnte sehr zufriedenstellend abgerechnet werden.
Zweiter Kommandant Günter Berger verwies auf 45 allgemeine Übungen verschiedenster Art mit einem Besuch von durchschnittlich 17 Teilnehmern. Hinzu kommen noch die monatlichen Atemschutz- und UG-ÖEL-Übungen. Zur Handhabung des neu beschafften Rettungssatzes appellierte er zu vermehrten Übungsbesuch.
Kommandant Walter Trösch gliederte die 38 Einsätze des Jahres 2011 in 9 Brandeinsätze, 14 Verkehrsunfälle, 15 technische Hilfeleistungen und 4 Absperrdienste auf. Hinsichtlich der tagsüber ausreichend verfügbaren Einsatzkräfte könne man in Hahnbach noch unbesorgt sein. Im Fortbildungsbereich haben drei Aktive Lehrgänge besucht.
Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Vertrauensleute wurden Josef Rauch, Philipp Gebert, Josef Winkler, Andreas Przibilla und Michael Horst gewählt. Ebenso turnusmäßig wurden Franz Iberer und Hans Kummert zu Kassenprüfern gewählt.
Aufgrund seiner Verdienste, insbesondere um die aktive Wehr, wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, Ehrenkreisbrandrat Franz Iberer zum Ehrenkommandanten der FFW Hahnbach zu ernennen. Die in der weiteren Tagesordnung vorgesehene Abstimmung über die Satzungsänderung hinsichtlich der Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung wurde bis zur Abklärung rechtlicher Fragen zurückgestellt.
Kreisbrandinspektor Karl Luber berichtete über die nun erfolgte Lösung der Problematik zur Fahrerlaubnis für größere Einsatzfahrzeuge. Die Hahnbacher Wehr sei mit ihren Führungskräften gut bestellt. Besondere Anerkennung hatte er für die Teilnahme von fünf Mannschaften am Atemschutzwettbewerb. Für die zukünftige Ausstattung der Feuerwehren im Bereich der Marktgemeinde mit Einsatzfahrzeugen empfahl er, zusammen mit den Landkreis-Führungskräften ein Fahrzeugkonzept zu erarbeiten.
Kulturausschussvorsitzender Franz Erras dankte für das ehrenamtliche Engagement und für den Fahrdienst beim Ferienprogramm, sowie für die Absperrdienste bei größeren Veranstaltungen.
Bürgermeister Hans Kummert bescheinigte allen Gemeindefeuerwehren eine hervorragende Harmonie. Er informierte, dass die notwendigen finanziellen Mittel
aus dem Ergebnis der Bedarfsbesprechung der Gemeindewehren in die Planung des Gemeindehaushalts 2012 aufgenommen wurden. Für die Beschaffung der geforderten Wärmebildkamera seien vor einer Entscheidung die Fördermöglichkeiten abzuklären.

Zum Bild: Bürgermeister Hans Kummert (links) und Kreisbrandinspektor Karl Luber (rechts) mit den neu gewählten Vertrauensleuten und den Führungskräften der FFW Hahnbach.

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